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Die Entwicklung des Behindertenschilaufs

Š by www.austria-skiteam.at

 

Viele Menschen wollen - oft auch trotz massiver Einschränkungen der Beweglichkeit - nicht auf den Schisport verzichten. Schon vor dem Ersten Weltkrieg haben Pioniere des Behindertensports mit teilweise abenteuerlichen Konstruktionen verschneite Hänge bezwungen. Eine massive Entwicklung setzte nach dem Zweiten Weltkrieg ein: Oberschenkelamputierte versuchten es mit drei Schiern und entwickelten die sogenannten Schikrücken. Unter-schenkelamputierte, die Probleme mit instabilen Prothesen hatten, verwendeten Keile und entwickelten Kabelzüge, um das Kniegelenk in der richtigen Stellung zu halten. Erst nach dem Krieg kam es zu einem systematischen Aufbau des Behindertenschilaufes. Von da an schritt die Entwicklung und die Technik rasch voran. Mit kaum vorstellbarer Energie und mit der Unterstützung erfahrener Begleitschifahrer/Innen gelang es, blinde und sehbehinderte Schiläufer/Innen sicher die Hänge abfahren zu lassen und sogar für den Rennlauf zu trainieren.

Seit den siebziger Jahren versuchen auch Rollstuhlfahrer/Innen (Paraplegiker/Innen und beidseitig amputierte), die Pisten zurück zu erobern. Zunächst versuchten sie es mit Schischlitten, was sich aber als zu gefährlich herausstellte. Eine revolutionäre Erneuerung war die Entwicklung des Monoschi - eine Sitzschale, die über ein Gelenk auf einem normalen Schi mit Bindung fixiert ist. Dazu verwenden die Sportler/Innen zwei kurze Schikrücken. Mittels Gewichtsverlagerung meistern viele von ihnen die schwierigsten Pisten. Sie fahren elegant und gekonnt die Hänge herunter oder bestreiten sogar ein hochkarätiges Slalomrennen.

 



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